CAMP PAIN 2015

Thailand Reise 2015

Im vergangenen Monat war eine Banzai-Gruppe auf Trainingsreise in Thailand
auf Koh Samui. Der Trainingsaufenthalt war einfach spitze und die Mischung aus Erholung und Entspannung sowie anspruchsvollem Muay Thai-Training einfach klasse. Thaiboxen in der Heimat des Muay Thai zu trainieren, ist eben nochmal etwas ganz anderes. Jeder der nicht dabei war, hat einfach was verpasst.

Das neben dem Training etwas Entspannung am Strand nicht kurz kam, zeigt die Galerie mit Bildern der Reise. Schaut einfach regelmäßig auf unsere Homepage und Ihr erfahrt rechtzeitig, wenn das Banzai Ulm ein neues Trainingscamp in Thailand plant.

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Thailand vs. Europe am 23.03.2013

Deutscher Titel im K1 des Elite Boxing geht ans Banzai Ulm

Am 23.03.2013 fand in der Ratiopharm Arena vor 3000 Zuschauern das Event „Thailand vs. Europe“ statt. Dabei trafen die namhaftesten Kämpfer aus Thailand, der Heimat des Muay Thai, gegen die besten Kämpfer aus Europa an. Mit dabei waren unter anderem Steeve Valente aus Frankreich, Marco Pique aus Holland und aus Thailand die Stars Nonsai Sor Sanyakorn und Bernueng Topking. Für Deutschland kämpfte auch der zur Zeit wohl beste Thaiboxer Enrico Kehl, der sich im Hauptkampf den spektakulären KO- Sieg gegen Bernuing Topking mit einer gedrehten Ellbogentechnik holen konnte. Für das Banzai Ulm waren Arnold Lint im Schwergewicht und Dominik Baur in der Gewichtsklasse -64, 5 kg am Start. Arnold kämpfte nach K1 Regelwerk gegen Trim Murati aus Lauingen. Den Kampf dominierte Arnold über alle drei Runden und konnte den Gegner durch gekonnte Techniken und wirkungsvolle Lowkicks unter Druck setzten. Im Laufe des Kampfes musste der Gegner auch angezählt werden. Arnold gewann klar mit 3:0 Punktrichterstimmen. Den einzigen Titelkampf des Abends bestritt der 19-jährige Dominik mit einer außergewöhnlichen Leistung. Er schickte seinen 34-jährigen Gegner bereits in der ersten von fünf Runden dreimal zu Boden. Der Kampfrichter musste somit den ungleichen Kampf beenden. So sicherte sich Dominik mit einer Glanzleistung den Elite Boxing Titel des Deutschen Meisters im K1. Das gesamte Team gratuliert den Kämpfern für die tolle Leistung!

Hier die Kämpfe von Dominik und Arnold bei Youtube:

 

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Thaibox-Gala: Thailand vs. Germany 2011

Am Sonntag, dem 06.11.2011, veranstaltete das Elite-Boxing-Team aus dem Landkreis Heidenheim im Ulmer Blautalcenter ein Kampfsportevent der besonderen Klasse: die Thaibox-Gala: Thailand vs. Germany. Dem Ausrichter Serdar Karaca aus Heidenheim und seinem Team gelang es, 17 spannende Kämpfe mit Profikämpfern aus Thailand, Portugal, Holland und Deutschland im Ulmer Blautalcenter zu präsentieren.

Vor über 2000 Zuschauern starteten auch Benjamin Schumacher und Dominik Baur vom Banzai Ulm. Beide sind seit kurzen volljährig und versuchten, sich auf einer Profiveranstaltung zu behaupten. Trotz Erkältung und starken Gegnern, lieferten sie beide Ulmer Kämpfer einen spannenden Kampf. Zum Sieg hat es leider nicht gereicht, ihre Gegner haben an diesem Abend verdient gewonnen.

Für die jungen Kämpfer war es eine besondere Erfahrung, zusammen mit den Besten antreten zu dürfen und eine super Motivation für kommende Wettkämpfe.

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Camp Pain 2010: Reisebericht Trainingscamp 2010

Reisebericht Trainingscamp 2010 – von Andy Wörle:

Am 27.03. startete erneut eine zehnköpfige Delegation des Banzai Ulm ihre jährliche Trainingsreise in das Camp Pain nach Thailand, um sich im „Mutterland“ des Muay Thai fortzubilden.

Nach der Landung am frühen Morgen des 28.03. in Bangkok ging es für eine Nacht zunächst auf die Kaoh San Road im Herzen der berühmt berüchtigten Großstadt. Die Zimmer waren bekanntermaßen sehr spartanisch ausgestattet, aber für eine Übernachtung durchaus zumutbar. Bis zum Abend wurde zunächst das nahegelegene Umfeld erkundet und abends sollte es dann zum Raja-Stadion gehen, um Ausrüstung für die kommenden Tage einkaufen zu können. Die Taxifahrer weigerten sich jedoch vehement uns zu kutschieren, da direkt vor besagtem Stadion eine Großkundgebung der Rothemden stattfand. Um 21.00 Uhr konnten wir dann doch ein Taxi ergattern und wurden im Vorfeld der Demo abgesetzt. Nach kurzem (unproblematischem) Fußmarsch waren dann auch endlich die ersehnten Shops erreicht. Die Auswahl war jedoch mehr als dürftig, aufgrund von Lieferengpässen durch besagte Demonstrationen und den stillgelegten Verkehr.

Nach dem Eintritt im Stadion und ca. fünf hochklassiger Kämpfe, probierte einer der Reisenden gegrillte Heuschrecken als Zwischenmahlzeit. Dieses Experiment kostete ihn zwei Tage allergische Reaktion und einen deftigen Hautausschlag, mit Juckreiz usw…

Am 29.03. verließen wir die Demo-Hochburg und flogen vom streng bewachten Flughafen auf die wunderschöne Insel Koh Samui. Dort nächtigten wir wie immer im Weekender, am Lamai Beach und alle waren mit den angemieteten Zimmern / Bungalows vollauf zufrieden.

Bis zum 12.04. wurde dann jeden Morgen fleißig trainiert (Bilder und Videos folgen). Das in den vergangenen Jahren erarbeitete freundschaftliche Verhältnis zum Pinyo Muay Thai Camp zahlte sich dann auch noch aus: alle trainingswütigen Banzai’ler bekamen ihren eigenen Trainer und mussten in jeder Einheit über 60 Minuten Vollgas geben. Bei durchschnittlichen 42 Grad Celsius durchaus eine beachtliche Leistung. Die Resonanz auf das gebotene Training war ebenfalls durchweg positiv – alle Trainees waren der Meinung, gerade im Clinch erhebliche Fortschritte gemacht zu haben.

Verletzungsbedingte Ausfälle mussten wir dieses Jahr glücklicherweise nicht verzeichnen. Ein paar Hautabschürfungen, verbrannte Schultern, großflächige Sonnenbrände, AirCon-Grippe, blaue Flecken und allergische Reaktionen auf ungewaschene T-Shirts trugen höchstens zur allgemeinen Belustigung bei.

Besonderen Respekt gilt es unserem 16-jährigen Dominik zu zollen, der für sein jugendliches Alter mit Sicherheit ein Trainingsprogramm durchlaufen musste, welches in seiner Altersklasse eher Seltenheit geniest.

Abschließend ist zu sagen, dass wir auch in diesem Jahr eine sehr harmonische Truppe waren und ich freue mich schon auf das Revival Treffen im „Schatten“ und der Ulmer Altstadt!!!!!!!!!!!!!!!    –    Andy

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Camp Pain 2010 – Muay Thai-Trainingscamp 2010 in Thailand

Nur noch wenige Tage bis zum Trainingscamp… am 28.03. startet unsere zwölfköpfige Reisegruppe nach Thailand. Ein kurzer Zwischenstopp in Bangkok muss genügen, um sich mit neuer Trainingsausrüstung einzudecken und eines der zwei großen Thai-Box-Stadien zu besuchen.

Danach geht es sofort weiter nach Koh Samui. In Lamai Beach hat unser „Stamm Gym“, das Pinyo Muay Thai Gym, vor wenigen Monaten seine neuen Trainingsräume bezogen.

Über die vielen und sicherlich wieder sehr spannenden Erlebnisse unserer Mannschaft werden wir dann nach deren Rückkehr (12.04.) an dieser Stelle berichten.

Für die „Daheimgebliebenen“ geht das Training im Banzai natürlich zu den gewohnten Zeiten weiter.

Wir wünschen gute Reise!


Die Geschichte des Muay Thai

Muay Thai ist eine sehr alte Kampfkunst. Schätzungen zufolge, ist es wohl über 2000 Jahre alt. Leider wurden bei einer burmesischen Invasion der damaligen Hauptstadt Ayuthaya im Jahre 1767 alle genauen Aufzeichnungen verbrannt, die eine Rekonstruktion der Entstehungs- geschichte des Muay Thai zuließen. Dadurch lässt sich die Geschichte dieser Kampfkunst nur teilweise nachstellen. Aus alten Inschriften weiß man aber, dass die Bewohner Siams (so der frühere Name Thailands) immer wieder gezwungen waren, sich gegen Angriffe aus Nachbarländern zu verteidigen. Durch die „acht Körperwaffen “ (2 Fäuste, 2 Beine, 2 Ellenbogen, 2 Knie) des Muay Thai hatten die Kämpfer Siams die Möglichkeit, sich auch nach dem Verlust der Waffen (wie z.B. Schwert oder Schlagstock) effektiv zu verteidigen. Dass die Einwohner Thailands oder des früheren Siams mutige und tapfere Kämpfer waren, beweist allein die Tatsache, das Thailand (Siam) nie kolonialisiert oder länger besetzt werden konnte. Zwar drangen immer wieder Nachbarvölker (z.B. aus Burma oder Laos) in das Land ein, aber die mutigen Thais konnten diese immer wieder vertreiben.

Ursprünglich stammt das Thai-Volk wohl aus dem Südwesten des heutigen Chinas. Aus dieser Region führten es Völkerwanderungen zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert in die nordwestliche Region des heutigen Thailands. Wahrscheinlich existierte damals bereits eine Urform des Muay Thai, die es den Thais ermöglichte, sich erfolgreich zu verteidigen. Anfang des 13. Jahrhunderts lehnten sich zwei Thai-Prinzen in der Stadt Sukhotai (im Norden Thailands gelegen) gegen die dort ansässigen Khmer auf. Dieser Aufstand führte zur Vertreibung der Khmer aus Sukhotai.

Um 1238 bestieg dann der noch heute verehrte Indratitya den Thron von Sukhotai – unter seiner Herrschaft gewann Sukhotai immensen Einfluss und die Stadt sollte letztlich maßgeblich für die Gründung von Siam werden. Unter der Herrschaft der Thronfolger Indratityas wurde das erste thailändische Großreich gegründet, dass sich etwa mit den heutigen Landesgrenzen deckt.

Unter dem dritten König der Sukhotai- Dynastie, König Rham Khamheng, vergrößerte sich Thailand in Richtung der Nachbarstaaten Burma und Laos. Um das Land wirksam verteidigen zu können, rief Rham Khamheng Muay Thai-Meister aus allen Teilen des Landes zusammen. Sie sollten ein effektives Kampfsystem entwickeln und seine Armee ausbilden.

Um 1350 wurde unter dem Fürsten U Thong, auch Rama Thiboldi I genannt, das Königreich Ayuthaya mit seiner gleichnamigen Hauptstadt gegründet. Bis Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Sukhotai mit seinen dazugehörigen Provinzen schrittweise annektiert. Lange Zeit konnte sich das Königreich Ayuthaya der Bedrohung durch die Birmesen im Westen widersetzen, bis im Jahre 1569 birmanische Krieger die Hauptstadt einnahmen und Ayuthaya zur birmanischen Provinz wurde.

Der Sohn des von Birma eingesetzten Marionettenherrschers mit Namen Mahathamaratcha, der thailändische Prinz Narasuen der Große, floh aus birmesischer Geiselhaft und organisierte den Widerstand gegen das Diktat aus Birma. In mehreren Feldzügen gelang es ihm, die Birmesen zu vertreiben. Letztlich zogen die Birmensen ab, nachdem Prinz Narasuen den Führer der Birmesen im Zweikampf (der legendäre Sieg von Nong Saray) besiegt hatte. In den Berichten über diesen Kampf wird erstmals der Begriff Muay Thai verwendet. Im Jahre 1590 bestieg Prinz Narasuen den Thron Thailands.

Bis ins 17. Jahrhundert herrschte Frieden und Wohlstand im Lande und der Handel mit Europa nahm seinen Lauf. Ayuthaya wurde zu einer der blühendsten und wohlhabendensten Städten des fernen Ostens. Die Könige Ayuthayas waren sich der Macht des Muay Thai bewusst und förderten dessen Studium und Weiter- entwicklung am Hof. Die Kampftechniken wurden verfeinert und die effizientesten Techniken der verschiedenen Stil- richtungen kombiniert. Einige Könige übten sich selbst intensiv im Muay Thai. Beispielsweise ist überliefert, dass der thailändische König Pra Chao Sua (König Tiger) Muay Thai so sehr schätzte, dass er, um seine Fähigkeiten zu testen, verkleidet zu Dorffesten reiste und dort in Kämpfen die besten Athleten besiegte.

Im Jahre 1767 fiel Ayuthaya jedoch doch den Birmesen zum Opfer und brannte bis auf die Grundmauern nieder. In den Flammen gingen leider auch die Archive von Ayuthaya auf und die meisten Aufzeichnungen über die Geschichte Thailands und die des Muay Thai gingen verloren. Viele Thais wurden damals von den Birmanen versklavt. Der Legende nach fragte der birmanische König bei einer Feier am 17. März 1770 die gefangenen Thais, wer von ihnen gegen Birma kämpfen wolle. Der Thai Nai Kha Nom Tom trat an und besiegte hintereinander die zehn besten birmanischen Kämpfer. Als Auszeichnung wurde ihm von den Birmanen ein Wunsch freigestellt, woraufhin Nai Kha Nom Tom seinem Wunsch gemäß nach Thailand zurückkehrte. Der 17. März wird deshalb bis heute als Tag des Muay Thai gefeiert.

Einen Unterbefehlshaber der Thai mit Namen Phaya Tak (Taksin) gelang die Flucht. Er vereinte die versprengten Truppenteile der thailändischen Armee und begann mit der Rückeroberung Thailands. In nur zwei Jahren ist es ihm und seiner Armee gelungen, das Land wieder in den Landesgrenzen zur Ayuthaya-Zeit zu vereinen. Taksin machte die Stadt Thonburi zum Regierungssitz. Im Jahre 1781 wurde Taksin, der zwischenzeitlich dem Wahnsinn verfallen war, durch seinen Offizier Phraya Chakri abgelöst und 1782 hingerichtet. Phraya Chakri bestieg als König Rama I. den Thron und verlegte Hauptstadt und Regierungssitz nach Bangkok, wo die Chakri-Dynastie bis heute das Königreich Thailand regiert.

Im Wesentlichen verdankt Thailand seine Unabhängigkeit gegenüber dem britischen und französischen Kolonialisierungsdrang den Chakri-Herrschern König Mongkut (Rama IV.) und König Chulalongkorn (Rama V.). Diesen beiden Königen gelang es auch, ein starkes Nationalbewusstsein in der Bevölkerung zu bilden, das bis heute unter den Thailändern in Bezug auf die Unabhängigkeit ihres Landes, der Traditionen und der Kultur anhält. Konzentrationspunkt des Nationalbewusstseins ist der König, der auch in heutiger Zeit (König Bhumipol als Rama IX.) den Respekt aller Thai genießt. In der Sprache der Thailänder heißt ihr Land Muang Thai, gleichbedeutend mit Land der Thai oder Land der Freien ist. Der Name Thailand wurde erstmals 1939 als offizielle Landesbezeichnung für das bis dahin von den Europäern als Siam bezeichnete Land verwendet.

Die Geschichte Thailands ist von dem Streben nach Freiheit und Unabhängigkeit geprägt. Der Kampfsport Muay Thai verlor zu Lasten modernerer Verteidigungsformen und fortentwickelter Waffen während des 19. und 20. Jahrhunderts immer mehr an Bedeutung, jedoch ist er für das Selbstbewusstsein der Thai nach wie vor von großer Bedeutung.

Muay-Thai, das nach dem Zweiten Weltkrieg nach Einführung fester Regeln immer mehr an Bedeutung gewann, wird stets als Vollkontakt-Kampfsport ausgeführt. Es entstand eine Vielzahl an einzelnen unabhängigen Verbänden, die stets miteinander im Streit lagen. Diese Streitigkeiten fanden erst ein Ende, als die Regierung 1995 den World Muay Thai Council (WMTC) gründete. Weltweit unterstehen nun alle Muay-Thai-Verbände dem WMTC, der berechtigt ist, Verbote und Zulassungen auszusprechen. Der erste offizielle Titelkampf wurde unter den Champions der beiden größten Stadien -Lumpini und Rajadamnern- am 26.06.1995 ausgetragen.